Archäologie von Ketzin
Slawen in Ketzin
Siedlungsbefunde am Uferweg
Impressum
Karte der Grabungsfläche, Planum 1 mit den Befunden

Jungslawische und urgeschichtliche Siedlungsgruben vom Uferweg am Fährberg, Ketzin, Kreis Havelland



Bei Bauarbeiten wurden im Herbst 2012 auf einer recht kleinen Fläche von 280 Quadratmetern siebzig Einzelbefunde aufgedeckt. Ein größerer Teil erwies sich als Siedlungsgruben der Jungslawenzeit (11./12. Jh. n.Chr.), daneben gab es einige neuzeitliche bis spätmittelalterliche Gruben, Reste einer jungbronzezeitlichen oder eisenzeitlichen Siedlung (1. Jahrtausend vor Chr.) und wenige Befunde mit jungsteinzeitlichen Scherben.
Die schematische Karte links zeigt das Grabungsareal mit den dunkelbraunen slawischen bzw. jüngeren Befunden; bronzezeitliche Gruben sind dunkelgrau und mögliche neolithische Befunde hellgrau. Dieses erste Planum oder Planum 1 liegt etwa 30 bis 100 cm unter der Oberfläche. Die länglichen Strukturen sind die Gräben eines neuzeitlichen Drainagesystems zur Entwässerung das Bodens.

Die angegebenen Befundnummern sind interaktiv; durch Anklicken wird die Befundbeschreibung aufgerufen. Die Befunde 6/7, 22, 49 und 52 sind slawische Speichergruben; von den Befunden 39/39A wird die Keramik vorgestellt. Befund 46 ist ein Beispiel einer jungbronzezeitlichen Grube, die etwa 2000 Jahre vor der slawischen Siedlung angelegt wurde. In einigen Befunden wurde etwas charakteristische jungsteinzeitliche Keramik geborgen, die auf eine Siedlung im Zeitraum um 3000 v. Chr. schließen läßt.

6/7
Die Befunde 6 und 7, eine längliche und runde Speichergrube aus der Slawenzeit
52
Befund 52, eine slawische Speichergrube
49
Befund 49, eine abgestufte Speichergrube der Slawenzeit
22
Befund 22, eine slawische Speichergrube
46
Befund 46, eine Siedlungsgrube der Jungbronzezeit
39
Befund 39, die slawische Keramik