Archäologie von Ketzin
Slawen in Ketzin
Siedlungsbefunde am Uferweg
Impressum
Profilfoto Foto der Keramik
Befund 46, jungbronzezeitliche Siedlungsgrube



Der Befund war im Planum 1 als ovale Verfärbung erkennbar; im Profil zeigte sich eine kastenförmige Grube mit gerader Sohle, die ca. 30cm unter dem Planum lag. Die Verfüllung bestand aus einem recht homogenem Sand von dunkelbrauner bis schwarzer Farbe, in dem einige Tierknochen, etwas Holzkohle und 78 Keramikscherben eingelagert waren.
Die Keramik setzt sich zusammen aus 62 unverzierten Wandscherben, einer Wandscherbe mit Riefen, einer Bodenscherbe, einer Wandscherbe mit ovalen Kanneluren, drei geschlickten Randscherben, drei Kegelhals-Randscherben, einer Randscherbe mit umlaufenden Rillen, drei Fragmenten eines Miniaturgefäßes und drei Henkelscherben. Auch hier ist der größere Teil unspezifisch und kaum datierbar. Die vorhandenen Verzierungen sind typisch für die Jungbronzezeit, slawische Charakteristika fehlen.

Es zeigt sich, dass alle Gruben mit ausschließlich bronzezeitlicher Keramik deutlich flacher sind als die slawischen Speichergruben. Ursache hierfür sind vermutlich 2000 Jahre Erosion mit einem beträchtlichen Bodenverlust gerade in der Hanglage.







Abbildungen
oben: Profilfoto, Ostprofil, Befund 46 von Planum 1 bis Basis
unten: Foto der Keramik aus Befund 46